Pflegeteam im Wohnzimmer einer Familie
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Außerklinische Intensivpflege zu Hause: Was Angehörige vor der Entlassung wissen sollten

Beatmung zu Hause statt auf der Station: wie die Überleitung gelingt, wer die Kosten trägt und woran man einen guten Intensivpflegedienst erkennt.

Intensivpflege·7 Min. Lesezeit·Interaktiv: Fragen, Checkliste, Quiz·Arche Pflegezentrum, Gelsenkirchen

Die Klinik sagt: „Die Beatmung bleibt.“ Ab wann sollte ein Intensivpflegedienst eingebunden werden?

Ein beatmeter Mensch kann zu Hause versorgt werden: rund um die Uhr, durch examinierte Pflegefachkräfte, bezahlt von der Krankenkasse. Entscheidend ist eine gut vorbereitete Überleitung aus der Klinik. Was Angehörige vorher wissen sollten, haben wir aus vielen Entlassungen seit 2009 zusammengetragen.

Wann kommt außerklinische Intensivpflege in Frage?

Bei Menschen mit dauerhafter oder langfristiger Beatmung, Trachealkanüle oder einer Erkrankung, die ständige Überwachung erfordert: nach Schlaganfall, bei neuromuskulären Erkrankungen wie ALS, bei schwerer COPD, Querschnittlähmung oder nach langer Intensivbehandlung. Voraussetzung ist eine Verordnung durch besonders qualifizierte Ärztinnen und Ärzte, die auch das Potenzial zur Entwöhnung von der Beatmung prüfen.

Wie läuft die Überleitung?

Je früher ein Pflegedienst eingebunden wird, desto reibungsloser gelingt die Entlassung. Idealerweise meldet sich der Sozialdienst der Klinik, sobald absehbar ist, dass die Beatmung bleibt. Wir besuchen den Patienten in der Klinik, klären Beatmungsform, Hilfsmittel und Wohnsituation, stellen den Antrag bei der Krankenkasse und organisieren Geräte, Sanitätshaus und Hausarzt. In den ersten Tagen zu Hause ist das Team besonders eng am Patienten. Einarbeitung findet dort statt, wo gepflegt wird.

Zwei Pflegefachkräfte stimmen die Überleitung am Klemmbrett ab

Was verändert sich zu Hause?

Ein Zimmer wird zum Versorgungsraum: Beatmungsgerät, Absauggerät, Monitor, Pflegebett. Und es ist immer jemand da. Das ist Sicherheit und für Familien auch eine Umstellung. Gute Teams sprechen das offen an, arbeiten leise und respektieren die Privatsphäre. Unser Pflegeleitbild formuliert es so: Unsere Mitarbeiter sehen sich als Gast in der Familie.

Wer trägt die Kosten?

Die außerklinische Intensivpflege ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 37c SGB V). Für Patienten entstehen keine Kosten. Besteht ein Pflegegrad, ergänzt die Pflegekasse Leistungen für Haushalt und Betreuung. Wir übernehmen die Abstimmung mit allen Kostenträgern.

Woran erkennt man einen guten Intensivpflegedienst?

  • Ausschließlich examinierte Fachkräfte mit Erfahrung in der Beatmungspflege sowie regelmäßige Fortbildung.
  • Feste, kleine Teams je Patient statt wechselnder Gesichter.
  • Ein klares Notfallmanagement und Erreichbarkeit rund um die Uhr.
  • Offene Kommunikation mit Ärzten, Therapeuten und Angehörigen sowie eine Leitung, die selbst aus der Pflege kommt.

Mehr dazu auf unserer Seite zur Intensiv- und Beatmungspflege. Und wenn es schnell gehen muss: Rufen Sie an, auch nachts.

Woran Sie einen guten Dienst erkennen: zum Abhaken

Drei Fragen zur Intensivpflege zu Hause

1. Wer trägt die Kosten der außerklinischen Intensivpflege?

2. Was prüfen die verordnenden Ärztinnen und Ärzte regelmäßig?

3. Wie versteht sich ein Pflegeteam, das rund um die Uhr im Haus ist?

0 von 3 richtig

Passende Leistung: Intensiv- und Beatmungspflege. Oder rufen Sie uns direkt an: 0209 405 62 72, rund um die Uhr.

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